Balou
                                
Terrier-Mix - Rüde
Oktober 1993 bis 30. Jänner 2006
Pensionist und Frettchenspielpartner
                    
                  
Balou kam im Alter von 10 Wochen zu mir. Damals absolvierte ich gerade eine Lehre zur Bereiterin und Reitlehrerin in einem Dressurstall in der Nähe von Graz - Steiermark. In unserer Familie gab es immer schon Hunde, aber Balou war damals mein erster eigener Hund.

Ich habe Balou damals heimlich geholt - ohne das meine Mutter etwas davon wusste. Zu dieser Zeit war unser letzter Familienhund gerade gestorben und ich hielt es kaum aus - so ganz ohne Hund. Also hab ich mir eines Tages eine Zeitung gekauft und mal ein wenig in den Tier-Kleinanzeigen gelesen.
Ich las von einem Hoppala-Wurf, der auf einem in der näheren Umgebung gelegenen Bauernhof gefallen ist. Die Mutter war eine Botail-Collie Mischung, der Vater ein Schnauzer-Foxterrier-Mix. Nach einem kurzen Telefonat war klar, daß ich mir die Kleinen mal "unverbindlich" ansehen werde.
Am nächsten Nachmittag hab ich Balou dann besucht. Er war als einziger noch nicht fix vergeben und kam uns schwanzwedelnd entgegen gelaufen. Es war Liebe auf den ersten Blick!
Ich hab ihn noch am selben Tag mitgenommen und ihn am folgenden Wochenende meiner Mutter präsentiert, die sich ebenfalls sofort in den süßen, kleinen Struppi verliebt hatte.
                   
Balou ist ein hoch intelligenter, unproblematischer Rüde. An ihm ist ein Filmhund verloren gegangen, denn er lernt sehr leicht und gerne und macht auch jetzt noch mit viel Freude verschiedene kleine Kunststücke!
Er ist ein richtiger Traumhund. Bei jedem Blödsinn dabei, absolut kinderlieb, sozial, hat vor nichts Angst und ist temperamentvoll und extrem verspielt.
Er möchte immer und überall dabei sein - leider ist dies aufgrund seiner Augenerkrankung nicht mehr immer möglich.
Im Jahr 2003 ist Balou leider am grauen Star erkrankt und mittlerweile erblindet.
Zum Glück ist die Erkrankung relativ langsam gekommen, sodass er sich an seine anfängliche Sehschwäche gewöhnen konnte. In unserem Haus und Garten hat Balou keinerlei Probleme, sich zu orientieren, bei Spaziergängen verlässt er sich auf meine stimmliche Hilfe - und das klappt hervorragend!
Mein "Oldie" ist immer noch sehr verspielt und nach wie vor verrückt nach Bällen oder seiner Beißwurst.
Wir haben sogar eine Strategie "erarbeitet", wie es ihm immer noch möglich ist, seiner Leidenschaft - Bälle zu apportieren - nachzukommen. Erstmal läuft er hinter einem anderen Hund nach, dem ich den Ball werfe - so weiß er, in welche Richtung er später laufen muss. Dann lege ich den anderen Hund ab und gebe Balou sein Lauf-Kommando. Sobald er los läuft, werfe ich den Ball so, daß er in Balou's Nähe runter fällt. Wenn der Ball gelandet ist, wird er von Balou (der einen hervorragenden Spürsinn besitzt) gesucht und zu mir zurück gebracht. Das macht ihm und auch mir sehr viel Freude!
Ansonsten genießt Balou seinen - abgesehen von seiner Blindheit - gesunden Lebensabend, geht im Sommer immer noch gerne baden oder liegt einfach an einem schattigen Plätzchen im Garten.
               
Am 30. Jänner 2006 musste ich schweren Herzens meinen Balou einschläfern lassen.
Balou ging es ab Dezember 2005 leider gar nicht gut. Er fraß so gut wie nichts mehr und seine Nieren- und Leberwerte waren sehr schlecht. Trotz intensiver tierärztlicher Behandlung musste ich mich schließlich dazu durchringen, ihn von seinen Leiden erlösen zu lassen.
Ich werde diesen großartigen Hund und Freund, der mich über 12 Jahre meines Lebens treu begleitet hat, niemals vergessen und danke ihm für die schöne Zeit, in der er immer für mich da war!